KULTURPIRATEN

Der Bedarf
Cottbus ist kulturelles Zentrum in Südbrandenburg. Mit dem Branitzer Park oder dem Filmfestival gibt es in Cottbus überregional bekannte Kulturangebote, die ergänzt werden durch vielfältige hochwertige Kultureinrichtungen in der Stadt wie das dkw oder das Staatstheater. Die kulturellen Angebote der Stadt prägen das Außenbild positiv und wirken gleichzeitig identitätsstiftend nach innen.
Auch jenseits der Cottbuser Hochkultur gibt es zahlreiche kulturelle Strömungen, Initiativen und Aktivitäten, mit sehr unterschiedlichen Ansätzen und Vorstellungen von Kreativität und Kultur.

Anders als bei der Cottbuser Hochkultur erreichen diese nicht immer ein breites Publikum und sind oft nur Kennern der unterschiedlichen Szenen bekannt. Dabei bieten die kulturellen Strömungen jenseits von Theater und Museum ein enormes Potenzial für die Entwicklung und Etablierung eigener Ideen und Lebensmodellen.

In einer Stadt, deren wirtschaftliche Entwicklung im Zusammenhang mit dem anstehenden Strukturwandel auf Impulse von außen angewiesen ist, ist die Möglichkeit einer vielfältigen kulturellen Selbstverwirklichung unbezahlbarer weicher Standortfaktor. Nicht die Arbeitsstelle ist der Garant für eine wirtschaftlich positive Entwicklung sondern die Arbeitskraft, die in Cottbus ihren Lebensmittelpunkt finden soll.

Um breite kulturelle Angebote und Entfaltungsmöglichkeiten zu ermöglichen, bedarf es eines Ortes, der Keimzelle für kulturelle Entwicklung und Selbstbestimmung ist.

Dieser Ort ist:

– ein Möglichkeitsraum und bietet niedrigschwellig nutzbare Flächen für unterschiedlichste Lebensmodelle, die Arbeiten, Wohnen, kulturelle Aktivität und Freizeit an einem Ort vereinen.

– eine konzentrierte Repräsentationsfläche für kulturelle Initiativen und Aktivitäten.

– Interaktionsraum, der dem Austausch zwischen den beteiligten Akteuren dient, aber ebenso die
entwickelten Ideen und Ansätze in die öffentliche Diskussion stellt.

Der Speicher
Im nordöstlichen Bereich der Spremberger Vorstadt befindet sich das ehemalige Areal des Heeresverpflegungsamtes. Dazu gehören zwei Flachbodenspeicher sowie die ehemalige Bäckerei. Die beiden Flachbodenspeicher sind nebst Gleisanlage und der Bandbrücke zwischen Speicher und Bäckerei unter Denkmalschutz gestellt. Die Substanz der Speicher und der Bäckerei ist auf Grund der massiven Bauweise in Stahlbeton trotz des langen Leerstands gut. Eine Nutzung der Gebäudehülle ist hinsichtlich des Zustands niedrigschwellig möglich.
Der westliche der beiden Flachbodenspeicher befindet sich im Besitz der RaumRessourcen RaRe GmbH. Die RaRe GmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Gebäude mit geringen Investivmitteln einer nichtrenditeorientierten Nutzung zu zuführen. Durch die Förderung der Cottbuser Kulturszene mittels Bereitstellung von Flächen soll ein positiver Impuls für die Entwicklung eines lebendigen und lebenswerten Quartiers zwischen Bahnausbesserungswerk
und CTK gegeben werden.

Die Idee
Der Speicher soll als Möglichkeitsraum entwickelt werden. Das Gebäude und der Außenbereich sollen als Experimentierflächen für kollaborative Lebensmodelle entwickelt werden. Kunst, Kultur, Arbeiten, Leben sollen in verschiedenster Ausprägung an einem Ort vereint werden und Entfaltungsmöglichkeiten für nachhaltige Ideen bieten.

Der Möglichkeitsraum entsteht durch drei Bausteine:

– Flächen: Der Speicher bietet im Gebäude und im Außenbereich ein enormes Flächenpotenzial, dass kollaborativ erschlossen und nutzbar gemacht werden soll

– Forum: Der Speicher ist Forum für den Austausch und Bildung zu nachhaltigen Lebensmodellen

– Repräsentation: Der Speicher ist Repräsentationsfläche für Kunst und Kultur

Der Betrieb
Der Betrieb des Speichers und der Außenflächen sowie die Umsetzung der oben beschriebenen Idee sollen zukünftig durch einen Verein gesichert werden. Bereits heute besteht mit dem Speicherrat eine informelle Initiative zur Entwicklung des Speichers. Diese Initiative soll in einen   gemeinnützigen Verein überführt werden, dessen Aufgabe die Entwicklung des Gebäudes und
des Areals ist.

Der Zweck des Vereis definiert sich daher wie folgt:
1. Nutzbarmachung der Flächen im und außerhalb des Speichers für nachhaltige Ideen, ganzheitliche Lebensmodelle und Kunst und Kultur
.

2. Gewährleistung des Austausches der Speichernutzer und Entwicklung gemeinsamer
Ziele und Ideen.

3. Repräsentation von Kunst und Kultur durch Veranstaltungen
Der Zweck des Vereins soll als offenes Konzept funktionieren. Den Rahmen bildet eine noch zu definierende Verfassung. Stichworte sind: kollaborativ, nachhaltig, gemeinnützig und nichtgewinnorientiert, offen…

Das Quartier
Das etwa 6,5 ha große Quartier in der nordöstlichen Spremberger Vorstadt kann ein wichtiger Baustein der Cottbuser Stadtentwicklung werden. Zwischen den Strukturwandelprojekten Bahnausbesserungswerk und medizinische Fakultät des CTKs befindet sich mit dem Speicherareal ein große innerstädtische Brache, die zukünftig durch private Investoren entwickelt werden soll. Mit dem Konzept zum westlichen Speicher als Möglichkeitsraum wird für das gesamte Quartier ein offener Kultur- und Lebensraum geschaffen, der die so wichtigen weichen Standortfaktoren für zukünftige Bewohner des Speicherareals und die Spremberger Vorstadt gewährleistet.

Anschrift

Piraten e.V.

Straße der Jugend 105

03046 Cottbus

Vorstand

Jonas Köhler

Christoph Kraatz

Konto

Piraten e.V.

Sparkasse Spree-Neiße

IBAN: DE58 1805 0000 0190 0877 65

BIC: WELADED1CBN

Kontakt

www.kulturpiraten.org

[email protected]

Design by Craisy Maize | © 2024 | Piraten e.V.